Heimat voranbringen

Über den Stand des Breitbandausbaus im Landkreis Main-Spessart informierten sich der SPD-Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion bei ihrem Besuch im Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Lohr. Von links : SPD-Kreisvorsitzender Harald Schnei

29. Juni 2015 | Infrastruktur

Main-Spessart. Über den Stand des Breitbandausbaus im Landkreis Main-Spessart informierten sich der SPD-Kreisvorstand und Mitglieder der Kreistagsfraktion bei einem Besuch im Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Lohr. Amtsleiter Erhard Glaab stellte mit Begeisterung sein Amt und die Historie der Vermessung in Bayern und die Wandlung und Erweiterung des Spektrums der Aufgaben dar. Gleich zu Beginn verdeutlichte Glaab, dass sich der Landkreis auf einem guten Weg befindet, in Teilen über eine ausreichende Breitbandversorgung verfüge und gute Chancen bestehen, dass die weißen Flecken verschwinden werden.

«Breitband gehört zur Infrastruktur und einem modernen zukunftsorientieren Landkreis wie Wasser und Strom,» stellte SPD Kreisvorsitzender Harald Schneider fest. Dementsprechend müssten die Kommunen über die Bedeutung dieser hochleistungsfähigen Breitbandnetze informiert sein und motiviert werden, auch mutig den Ausbau voranzubringen und die Förderung zu beantragen. Das erste Förderprogramm Bayerns von 2008 bis 2012 hatte die Grundversorgung von mindestens 1 Mbit/s zum Ziel. Mit dem zweiten Förderprogramm ab 2013 war ein riesiger Bürokratieaufwand verbunden. Daher wurde im ersten Halbjahr 2014 das Programm modifiziert, die Förderbeträge und die Förderquoten erhöht, die Beratung verbessert und das bürokratische Verfahren deutlich vereinfacht. Das jetzige Programm läuft bis 2018 und ist mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro gut ausgestattet.

Vermessungsamt

Erhard Glaab führte aus, dass der Landkreis als Region mit erhöhtem Handlungsbedarf eingestuft wurde. Somit können die Kommunen im Landkreis mit mindestens 80 Prozent Zuschuss rechnen. In einigen Kommunen, wie zum Beispiel in Gemünden, gibt es sogar 90 Prozent Zuschuss. Der Förderhöchstbetrag pro Kommune liegt bei 950 000 Euro. Aus dem Fördertopf wurden allerdings bayernweit bislang nur 94 Millionen an Geldern beantragt. Bis 2018 soll mit dem Förderprogramm eine flächendeckende Versorgung Bayerns mit 50 Mbit/s Standard sein. In die Zukunft geblickt sind 50 Mbit/s aber nicht mehr ausreichend, ist Amtsleiter Glaab überzeugt. Die zu übertragenden Datenmengen nehmen ständig zu und so sollte das Ziel der einzelnen Kommunen ruhig höher gesteckt werden. Sven Gottschalk aus Lohr bestätigte diesen schnell wachsenden Bedarf und merkte an, dass in den Ballungsräumen 100 Mbit/s schon alltäglich sind.

«Im Landkreis Main-Spessart befinden sich bisher 33 von 40 Kommunen im Förderverfahren,» so Erhard Glaab und weist darauf hin, dass die Förderanträge bis zum 30.09.2018 gestellt sein müssen. Die Lohrer Behörde steht mit den restlichen Kommunen in guter und kontinuierlicher Verbindung und leistet Unterstützung. Im Landkreis Main-Spessart wurden bisher Förderbescheide in Höhe von 2,22 Millionen Euro vergeben. Insgesamt kann der Landkreis Main-Spessart mit rund 22 Millionen Euro an Zuschüssen rechnen. SPD-Kreisvorsitzender Harald Schneider begrüßt es, dass Erhard Glaab bald einen Bericht im Wirtschaftsausschuss des Kreistages geben und dort nochmals die verbesserten Förderkonditionen, die weiterführenden Techniken, die intensive kommunale Beratung durch das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, sowie die einzelnen Verfahrensschritte vorstellen wird.

Kreisvorsitzender Schneider zollte im Namen der SPD-Besuchergruppe hohe Anerkennung für das gut organisierte Amt, aber insbesondere für das Herzblut, mit dem Amtsleiter Glaab seine ihm zugewachsene Aufgabe als «Breitbandmanager» erfüllt. Erhard Glaab selbst fasste seine Aufgabe und sein Arbeitsziel mit dem Satz «Die Heimat voranbringen!» in höchst treffender Weise zusammen, denn, so auch Gemeinderat Andreas Schmidt aus Kreuzwertheim, nur eine digitalisierte Gemeinde ermöglicht es jungen Menschen dauerhaft hier Zukunft zu begründen.

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